Dienstag, 29. Oktober 2013

Ausnahmezustand

ja das war ja ein Montag - wo fange ich an? Am besten mit dem Heimweg in die Beretischaft, den ich um halb drei angetreten bin. Ab Borgweg in Rtg. Kellinghusenstrasse war der erste Zwischen“park“ in der Sierichstrasse, 10min war der Wagen dort gestanden.

Nach der Durchsage dass wegen Sturm der Betriebsablauf verzögert wird, trudelte der Wagen nach 15min in der Kellinghusenstrasse ein. Dort lief die Info, dass die U1 nicht mehr verkehrt, weil Bäume den Weg versperrten. Auf dem Weg zum Hbf waren überall verlassene Züge zu sehen: Zug an Zug, offene Türen, alle verlassen auf der Suche nach Beförderung. Ich ahnte schlimmes und hatte ein neues Tagesziel: vor 17 Uhr nach Hause kommen!

Irgendwann gegen viertel vor vier war ich dann am Jungfernstieg angekommen. Dort dann die Info, dass nur die Tunnelzüge U1 und U4 verkehren, alles andere schon nicht mehr. S3 ging sowieso nicht, ich bin dann weiter zum Hbf.

Dort: Massen an Menschen, bis auf Konzertveranstaltungen habe ich nie so viele Menschen im Hbf gesehen. Ich brauchte gut 20min von links nach rechts (Mönckebergstrasse -> Kirchenallee). Das sieht auf den Foto nach nicht viel aus war aber die Hölle, besonders der Bereich vor dem Infoschalter der Bahn, da ging nix:



Okay - Planänderung. Ich fahre mit Car2Go nach Hause. Meine App zeigte freie Autos am Jungfernstieg. Ich buche einen Wagen und fahre wieder zurück, raus aus der Bahn und suche die kleinen Knutschkugeln. Alle Autos weg - ach, ich war also nicht der einzige mit dieser brillianten Idee?  Dann per Bus zum Hauptbahnhof zurück. Dort die Ansage dass ALLE Regionalzug-Verbindungen in HH, SH, MV und NDS ausgefallen sind.

Okay nehme ich mir halt ein Taxi - war die Idee, denn es ist natürlich keines mehr da. Die Idee haben grad viele andere auch. Sehen kann man die Taxen, sie stehen im Stau vor dem Hbf in der Kirchenallee. Habe dann getwittert bekommen, dass man wohl ab Berliner Tor wegkommt. Kriegsähnliche Verhältnisse: Ich hatte das Gefühl das alle flüchten. Ich beschliesse zu Fuss zu gehen und laufe los. Unterwegs sehe ich eine Kreuzungssperrung:


Nix fährt bzw. alles rollt nur noch: Dem Haus wurde das Dach weggerissen, Polizei hat alles abgesperrt, Verkehrsinfarkt.



Am Berliner Tor angekommen, überall die gleiche Panik, Hektik, Ratlosigkeit: "Wie kann ich fahren, wann fährt der Bus, wie komme ich weg?“ Ehrlich, ein bedrückendes Gefühl. Ich laufe die Treppen runter und lese dann die magischen Worte: "S3 Expressbus Harburg“ ; rein und los, nach 3 3/4h war ich dann doch zu Hause. Danach erst einmal kulinarische Notversorgung.